| KARIN: | Hallo Silke! |
| SILKE: | Hallo Karin! |
| KARIN: | Hast du den Artikel von Michael gelesen? |
| SILKE: | Klar, der ist echt Klasse. |
| KARIN: | Eh, wo willst du hin? Wir müssen noch "Die Wespe" verteilen. |
| SILKE: | Ja, gleich. Ich komm gleich. |
| KARIN: | Michael! |
| SILKE: | Hallo! Guten Morgen! |
| MICHAEL: | Hi. |
| SILKE: | Komm, die anderen warten schon. |
| MICHAEL: | Nun mal langsam, ja. |
| SILKE: | Was ist los? Hast du schlechte Laune? |
| MICHAEL: | Wieso? |
| SILKE: | Ist ja schon gut. |
| RUDI: | Da seid ihr ja. Na endlich. |
| MICHAEL: | Wow, echt stark. Die Wespe ist gut gelungen. |
| SILKE: | Und die Wespe kann stechen, genau wie dein Artikel. |
| KARIN: | Dein Artikel ist echt Klasse! |
| SCHÜLERIN: | Ehrlich, toll! "Boltens Notenlotto!" |
| 2.SCHÜLERIN: | Ich hör ihn schon: |
| Das ist ja... das ist ja.... das ist ja eine Frechheit! Eine Frechheit! | |
| SILKE: | Raus jetzt. "Die Wespen" verteilen! |
| SCHÜLER: | Neueste Ausgabe. "Die Wespe!" |
| MICHAEL: | "Die Wespe" sticht wieder zu! |
| SILKE: | Oberstudienrat "Boltens Notenlotto!" |
| MICHAEL: | Neueste Ausgabe! "Die Wespe" sticht wieder zu! Neueste Ausgabe! "Die Wespe".... |
| 1. MÄDCHEN: | Eh, zeig mal, super! |
| 2. MÄDCHEN: | "Bolten's Notenlotto." |
| 3. MÄDCHEN: | Stimmt genau! |
| 1. MÄDCHEN: | Ja. Der Bolten ist echt unfair. |
| HERR BOLTEN: | Ah, die neue Zeitung ist da. |
| 2. MÄDCHEN: | Passt auf, da kommt er! |
| HERR BOLTEN: | Zeigt doch mal. |
| 1. MÄDCHEN: | Wir müssen zum Unterricht, Herr Bolten. |
| HERR BOLTEN: | Bolten's Notenlotto!.....Unverschämtheit.... Keine gerechten Noten ... Das... das... das ist eine... eine Frechheit ist das! |
| FRAU KLEIN: | Herr Bolten! |
| HERR BOLTEN: | Tag! |
| FRAU KLEIN: | Wo wollen Sie denn hin? |
| HERR BOLTEN: | Ich muss mit dem Direktor sprechen. |
| FRAU KLEIN: | Nein, das geht jetzt nicht! |
| HERR BOLTEN: | Was? Sie lesen das auch? |
| FRAU KLEIN: | Herr Bolten... |
| HERR BOLTEN: | Das... ist mir in dreissig Jahren nicht passiert! |
| FRAU KLEIN: | Herr Bolten, das ist doch eher komisch. |
| HERR BOLTEN: | Das ist nicht komisch, das ist eine Lüge! Das... das... ist eine Frechheit! Eine Unverschämtheit! |
| HERR LENZEN: | Was ist eine Unverschämtheit? |
| HERR BOLTEN: | Hier! Hier! Das ist mir seit dreissig Jahren noch nicht passiert. Das... das ist eine Frechheit, eine unverschämte Frechheit. |
| HERR BOLTEN: | Ich finde das nicht komisch! Meine Noten sind korrekt. Das muss bestraft werden! |
| HERR LENZEN: | Ja, ja, Herr Bolten. Lassen Sie mich bitte erst mal zu Ende lesen! |
| "...Schülernoten nach Sympathie vergeben... ungerecht..." Na ja, das geht wirklich ein bisschen weit! | |
| HERR BOLTEN: | Das geht nicht ein bisschen weit, das geht viel zu weit! Ich verlange, dass der Schüler bestraft wird. |
| HERR LENZEN: | Frau Klein! |
| FRAU KLEIN: | Ja? |
| HERR LENZEN: | Frau Klein, sagen Sie doch bitte dem Schüler... |
| HERR BOLTEN: | Michael Händel... |
| HERR LENZEN: | Sagen Sie doch bitte dem Schüler Michael Händel... In welcher Klasse ist der eigentlich? |
| HERR BOLTEN: | In der 12. |
| HERR LENZEN: | ...Also, sagen Sie bitte dem Schüler Michael Händel aus der 12, er soll in der nächsten grossen Pause zu mir kommen! |
| FRAU KLEIN: | Ja. |
| HERR LENZENL: | Zufrieden? |
| 1. MÄDCHEN: | Hast du Michael gesehen? |
| 2. MÄDCHEN: | Ja, in der Raucherecke. |
| 1. MÄDCHEN: | Michael, du sollst sofort zum Direktor kommen. |
| HERR BOLTEN: | ... Konsequenzen haben! Nein, nein. So geht das nicht. Das ist ja unmöglich. Das muss eine Strafe geben. |
| FRAU KLEIN: | Entschuldigen Sie die Störung, Herr Direktor. Ich hab da eine Frage. |
| HERR LENZEN: | Ja, kommen Sie. Tja, ich denke, wir haben alle Argumente gehört. Herr Händel, wir sprechen uns dann später. |
| SILKE: | Der bleibt aber lange. |
| SCHÜLERIN: | "Die Wespe" hat zu gut gestochen. |
| SILKE: | Und, wie war's? |
| SCHÜLERIN: | Was hat er gesagt? |
| MICHAEL: | Tja, also eigentlich... |
| SCHÜLER: | Jetzt mach's nicht so spannend. |
| RUDI: | Mensch, lass dir nicht alles aus der Nase ziehen. |
| SILKE: | Wer war denn dabei? |
| MICHAEL: | Der Direktor und Bolten. |
| SCHÜLERIN: | Ja und? |
| MICHAEL: | Na der Direktor war eigentlich ganz okay, aber Bolten hat immer wieder gesagt: "Das muss eine Strafe geben. Das wird Konsequenzen haben!" |
| SILKE: | Der spinnt doch. |
| Ruhe! Leute, jetzt hört doch mal auf!!! Wir müssen in Ruhe überlegen, was wir da tun können. Michael darf nicht bestraft werden. | |
| SCHÜLERIN: | Genau. Michael hat doch nur geschrieben, was wir alle denken. |
| RUDI: | Ja, hat jemand 'ne Idee? |
| MARION: | Eine Frechheit! Ja, ist doch bescheuert was der Lehrer macht. Der spinnt doch. Die Schüler regen sich absolut zu recht auf! Sie müssen etwas unternehmen. Mmmm.. sie protestieren. Eine Demonstration! |
| SILKE: | Herr Lenzen, wir möchten gerne mit Ihnen über den Artikel "Notenlotto" sprechen! |
| HERR LENZEN: | Na gut, aber nur ganz kurz bitte. |
| Und ich möchte gerne, dass ihr mit Herrn Bolten sprecht! | |
| MICHAEL: | Herr Bolten! Ich möchte Sie bitten, mit uns über den Artikel zu sprechen. |
| HERR BOLTEN: | Ich weiss nicht worüber wir da noch reden sollten. |
| SCHÜLERIN: | Wir wollten Sie doch nicht beleidigen, Herr Bolten. |
| SILKE: | Aber eine Schülerzeitung ist doch dazu da... |
| HERR BOLTEN: | Na gut, reden wir darüber. Aber nicht hier. Guten Morgen, Herr Direktor. |